Funken im Allgäu
Funkenfeuer & Hexenverbrennung
Wenn die ersten Lichter des Abends über Alpsee-Grünten ziehen und der Winter noch in der Luft liegt, beginnt ein ganz besonderes Erlebnis: der Funken. Dieses Brauchtumsfest ist tief im Allgäu verwurzelt und läutet am ersten Sonntag der Fastenzeit eine traditionsreiche Zeit ein. In fast jedem Ortsteil der Region Alpsee-Grünten werden große Funkenfeuer entzündet, begleitet vom geheimnisvollen Knistern der Flammen und der frischen Abendluft.
Das Herzstück des Festes ist das symbolische Verbrennen einer Hexe aus Stroh – ein Zeichen für den Abschied des Winters und die Hoffnung auf einen guten Neubeginn. Der Tag, den viele hier Funkensonntag nennen, lebt von diesen uralten Traditionen.
Wenn Du den Weg zum Funken gehst, begleiten Dich vielleicht schon die Lichter eines Fackelzugs durch das Dorf, während sich immer mehr Menschen auf den Hügeln und Plätzen versammeln. Gemeinsam stehen wir später in der Dunkelheit, spüren die Wärme des Feuers und werfen neugierige Blicke auf das Flackern der Flammen – schließlich heißt es, dass sie Hinweise auf das kommende Jahr geben können.
Typisch für den Funkensonntag im Allgäu sind die Funkenküchle: goldbraun gebacken, mit einer Spur Puderzucker, genießen Groß und Klein dieses süße Gebäck direkt am Feuer – ein echter Genussmoment mitten in der Tradition.
Ach übrigens: Besonders eindrucksvoll ist der Funken in Altstädten, Berghofen, Burgberg und Bihlerdorf. Die erhöhte Lage schenkt Dir dabei einen weiten Blick auf die verschneiten Allgäuer Berge und macht den Funkensonntag zu einem Erlebnis, das Du mit allen Sinnen spürst – fest eingebettet in die Geschichte dieser besonderen Region.