Von Rettenberg auf den Falkenstein - Gipfel für Einsteiger
Auf geheimnisvollen Pfaden führt Sie diese schöne Tour über die aussichtsreiche Gebhardshöhe auf den Rücken des Rottachberges. Ausgangspunkt ist die Tourist-Info Rettenberg (kostenfreie Parkplätze beim Freibad direkt nebenan). Zunächst gehen Sie Richtung Dorfmitte (Kirchturm anvisieren!), biegen beim Brauereigasthof Adler-Post (dauerhaft geschlossen) in den Falkensteinweg ab und verlassen über die weiterführende Bergstraße das reizende Dörflein Richtung "Gebhardshöhe". Über einen wunderschönen Wiesenpfad kommen Sie zur Ochsenbraterei (alter Fluranme), wo Ihnen die 200 Jahre alte Galgeneiche einen liebevollen Gruß zu knarzt. Der Pavillon auf der Gebhardshöhe ist eine echte Aussichtsperle. Hier sieht man wie durch ein himmlisches Fenster das Alpsee-Grünten Alpenpanorama. Nicht umsonst ist dieser Weg über den Rottachberg eine Teilstrecke der Panoramalogen des Allgäus! Das nächste Ziel führt uns über eine leichte Gratwanderung zu unserem Einsteiger-Gipfel, dem Falkenstein. Hier befinden wir uns auf dem höchsten Teil des Drachenrückens (1.115 m). Wie - gibt es hier noch Drachen? Tatsächlich, der Rottachberg sieht wie ein schlafender Drache aus, der den Wächter des Allgäus, den Grünten, bewacht. Der Grat ist mit rötlich schimmernden Nagelfluhbrocken (darum auch der Name "Roter Berg") bespickt, die den gepanzerten Rückenspitzen eines Drachen sehr gleichen. Bei Vollmond in einer Raunacht soll man hier oben auch Wolfsgeheul hören. Sind das Geister der Wölfe, die einst dem Todesgeruch des napoleonischen Heeres ins Allgäu folten? Über wurzelige Wege durch eine verwunschenes Waldgebiet geht es weiter bis nach "Hinterberg" und von dort Richtung "Brackenberg/Ruine Vorderburg". Sind Ihnen eigentlich die Bäume aufgefallen? In diesem Gebiet stehen viele Allgäuer Latschen, eine Kiefernart, die für Ihre Heilkraft bekannt ist. Der Weg öffnet sich zu einer Lichtung mit wunderschönen Blumen. Am Aussichtspunkt des Plateaus lädt ein Bänkchen zur Pause ein. Dann geht der Rundwanderweg zurück Richtung "Rottach/Falkenstein" (der Weg kreuzt den Hinweg, nicht irritieren lassen). Bergab geht es gemächlich zur Alpe Stockach. Eine Einkehr in die Alpgenuss-Alpe lohnt sich unbedingt! Auf dieser Halbtagestour sind wir einigen Baumgreisen begegnet: Der alten Galgeneiche gleich am Anfang unserer Tour, der alten Eibe in der Nähe des Falkensteins und den alten Kiefern und Wachholderboschen bei Hinterberg. Was die Bäume uns wohl alles erzählen können? Mit diesem Gedanken führen uns die sanften Riesen von der Stockach-Alpe über eine Holgasse wieder zurück ins Tal nach Rettenberg.