Auf stillen Wegen zur Ruine Vorderburg und dem Pestfriedhof
Diese besinnliche Wanderung führt uns vorbei am alten Amthaus zu den Mauerresten der alten Burg Rettenberg. Auf dem Rückweg gelangen wir zu einem magischen Ort, dem Pestfriedhof von Vorderburg.
Du beginnst diesen besinnlichen Weg an der Kirche St. Blasius in Vorderburg, gehst an der Hauptstraße weiter nach Großdorf und biegst dort links in die Amthausstraße ein. Nach wenigen hundert Metern wirst Du vom 500 Jahre alten Amthaus begrüßt, das einst Notariat, Blutgericht und auch Taverne war. Um die Zeit zu vergessen, blicke nochmal auf die wunderschöne alte Sonnenuhr, die das ehrfürchtige Gebäude zieht. Nun gehe auf der Amthausstraße aus dem Dorf hinaus. In der Nähe des Ortsschildes führt dich ein verwachsener Weg Richtung "Ruine Vorderburg" zur alten Burg von Rettenberg. Auf deinem Weg bietet sich eine Einkehr in der Alpe Müllers Berg an. Die letzten Mauerreste der alten Burg Rettenberg sind noch stiller Zeuge von einer einst mächtigen Burg, die die Geschichte der Region mit den "Herren von Rettenberg" geprägt hat. Danach geht es weiter Richtung "Brackenberg" auf das Terrain der Schlossbauern, welche die Burg einst versorgten. Der Weg auf der Fahrstraße führt dich durch Brackenberg Richtung Tal. Nach ungefähr 10 Minuten weist dich das Wanderschild "Vorderburg über Pestfriedhof" auf den Wanderweg zum Pestfriedhof. Dort wurden die Pesttoten der Jahre 1628 bis 1635 begraben. Beschattet von riesigen Kastanien und umgeben von einer Bruchsteinmauer inmitten von lichtdurchfluteten Wiesen, summt die idyllische Kapelle mit Mariengrotte "das Schlummerlied der Toten". Still und lichtreich ist der uralte Kreuzweg, der dich vom Pestfriedhof über einen schattigen Tobel zurück nach Vorderburg führt.