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Großer Stadtrundgang durch die Alpenstadt

Stadtrundgang mit sämtlichen Sonthofer Sehenswürdigkeiten

1. Das Sonthofer Rathaus. Das heutige Rathausgebäude wurde im Jahre 1985 fertiggestellt. Auf diesem Platz stand ehemals das königl.-bayerische Postamt. Schmuckstück des Rathauses ist der „Egga-Spiel-Brunnen“, dessen Figuren dem Egga-Spiel nachempfunden wurden. Dabei handelt es sich um eine Pantomime, die den Kampf der Menschen gegen die Naturgewalten symbolisiert. Die Hexe verkörpert die dämonischen Kräfte und stört die Arbeit der Bauern. Der uralte Fasnachtsbrauch wird alle drei Jahre auf dem Rathausplatz nachgespielt.

2. Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. Das Kriegerdenkmal auf dem Rathausplatz hat rundum schon viele Veränderungen miterlebt. 1875 durch den Veteranenverein Sonthofen enthüllt, erinnert es an die Gefallenen des Krieges 1870/71 und ist bestimmt einen kurzen Blick wert. Auf dem Denkmal steht eine Siegesgöttin mit dem Siegerkranz.

3. Marktanger. Wenige Schritte hinter dem Rathaus steht man auf auf dem „Marktanger“, auf dem große Viehmärkte abgehalten wurden. Bereits Anfang des 19. Jhdt. erreichten die Sonthofer Viehmärkte europaweite Bedeutung und von weither kamen Leute, um zu besichtigen, zu kaufen und sich dann auf dem Fest zu vergnügen. Das gekaufte Vieh wurde dann über den damals danebenliegenden Bahnhof in Waggons abtransportiert.

4. Kriegsgräberstätte. Auf dem Wege zur Kriegsgräberstätte liegt rechterhand die kleine sogenannte „Urlaubskapelle“.  Diese wurde 1858 erbaut. Nach dem steilen Treppenaufstieg liegt, eingebettet in ein Waldstück des „Schwäbele-Holz“, der Ehrenfriedhof zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Für insgesamt 1.600 Opfer wurde hier eine zentrale Ehrenstätte geschaffen, die weithin sichtbar durch den steinernen Turm auch als Mahnmal dient. Die Toten dieses Berg- und Waldfriedhofes lagen vorher in 78 umliegenden Friedhöfen. Die Kreuze sind aus Nagelfluh-Gestein gehauen. Der Allgäuer sagt dazu „Herrgottbeton“.

5. Ökologischer Kurpark auf dem Kalvarienberg. Auf dem Weg vom „Schwäbele Holz“ zum zur Stadtmitte hin gelegenen Kalvarienberg kommt man am idyllischen „Götzfried’s Weiher“ vorbei, um den ein vielfach prämierter Ökologischer Kurpark geschaffen wurde. Dazu wurde ein Wiesengrundstück in ein Feuchtbiotop umgewandelt und mit seltenen heimischen Blumen und Bäumen bepflanzt. Aktive Tierschützer haben auch erreicht, daß es Krötenübergänge zum „Schwäbele-Holz“ gibt, damit die Kröten unbeschadet ihren Laichplatz aufsuchen können.

6. Kalvarienberg mit Kriegergedächtniskapelle. Auf dem Kalvarienberg, der früher „Schönenbichl“ oder „Schönenberg“  genannt wurde, befinden wir uns auf historischem Grund. Hier wird eine alamannische Gerichtsstätte („Thing“) vermutet.  Ab 1120 wurde hier außerdem ein alljährliches Frongericht abgehalten. Nach dem 1. Weltkrieg wurden auf diesem Gelände für jeden gefallenen Sonthofer eine Linde gepflanzt. Etwas unterhalb wurde die seit 1650 bestehende Kapelle 1924 als Kriegergedächtniskapelle neu erstellt. Um diese Kapelle ist ein Kreuzweg mit 14 Stationen angelegt.

7. Alte Schule am Oberen Markt. Dieses historische Gebäude am Kopf der Fußgängerzone besticht durch die auf der Fassade dargestellten historischen Ereignisse: das Wappen, die Markterhebung und der „Sonthofer Tag“ 1525 - den Beginn des Bauernkrieges. Tatsächlich diente es ab 1472, seit seiner Nutzung als erstes Rathaus des damaligen Marktes, vielen Zwecken, wie z.B. als Feuerwehrgerätehaus und ab 1821 als Schule. Im hinteren Teil befand sich der Theaterstadel mit 700 Zuschauerplätzen, der 1882 abgebrochen wurde. Heute beherbergt der Bau neben der Stadtbücherei die städtische Musikschule. Auf einer Tafel am Eingang zur Bücherei erhalten Sie weitere detaillierte Informationen über Sonthofen.

8. Ehemalige „Burg“. Von dem Pfarrhaus gegenüber der Stadtpfarrkirche hat man einen schönen Blick auf die über Sonthofen thronende ehemalige „NS Ordensburg Sonthofen“, heute „Generaloberst-Beck-Kaserne“. Ab 1934 wurde die Anlage von der Deutschen Arbeitsfront als Schulungsburg der NSDAP erbaut und später eine Adolf-Hitler-Schule eingerichtet. Im letzten Kriegsjahr dienten die Gebäude als Lazarett und wurden nach der Übernahme erst durch die französischen Truppen genutzt und wenig später durch die amerikanische Besatzung als Constabulary School verwendet. 1956 zog schließlich die Bundeswehr. In der heutigen „Generaloberst-Beck-Kaserne“ sind verschiede Bundeswehrschulen untergebracht.

9. Stadtpfarrkirche St. Michael. Die katholische Pfarrkirche St. Michael liegt im ältesten Stadtkern von Sonthofen und geht bis auf eine Urpfarrei im 9. Jhdt. zurück. Bis 1377 gehörte das Tannheimer Tal und bis 1471 Hindelang dazu. Bei mehreren Bränden, zuletzt bei den Fliegerangriffen 1945, wurde die Kirche schwer zerstört.  Sogar die über 400 Jahre alten Glocken zerschmolzen. Der letzte Wiederaufbau war erst 1954 abgeschlossen und die prächtigen Deckengemälde wurden erst 1991 durch den heimischen Künstler Arnulf Heimhofer fertiggestellt und eine neue Orgel installiert. Besonders sehenswert sind die Hochaltarfiguren von Anton Sturm aus den Jahren 1748/49 und das Altarblatt von 1892 mit einer Darstellung des hl. Michael aus der Werkstatt des Malers Kolmsberger. Weitere Informationen enthält der Kirchenführer von Prof. Deil.

10. Frauenkapelle. Die sehenswerte Kapelle an der Südseite der Pfarrkirche beinhaltet u.a. ein kunstvolles Schnitzrelief der Mutter Gottes von Jörg Lederer (um 1515). Der Hochaltar stammt aus den Jahren 1704/05. Ihre Grundmauern lassen sich auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückdatieren. An der rechten Seite der Kapelle hängt ein Gemälde „Christus vor seinen Richtern“, das zu einem ehemals in Sonthofen aufgeführten Passionsspiel mit großem Umzug gehörte. Näheres darüber ist im Heimathaus zu erfahren.

11. Heimathaus. Das Heimathaus bietet den Besuchern einen umfassenden Einblick in die traditionelle Wohnkultur, Stadtgeschichte und das frühere Erwerbsleben. Außerdem ist darin die größte Weihnachtskrippe des Allgäus (Mummener Krippe) beheimatet. Sonderausstellungen, verschiedenste Veranstaltungen und eine einzigartige heimatkundliche Bibliothek machen es außerdem zu einer lebendigen Begnungsstätte. Der alte Teil der Gebäudes ist ein charakteristisches altes Allgäuer Bauernhaus aus dem 18. Jhdt. und steht unter Denkmalschutz.

12. Amtsgericht. Das Gebäude des heutigen Amtsgerichtes gehört schon zu den „Veteranen“ der Ortsgeschichte. Es wurde 1912 erbaut und vom damaligen Bezirksgericht bezogen. Im Foyer ist eine interessante Raumarbeit zu lesen. Es sind Zitate aus Rechtskommentaren oder Urteilsbegründungen. Seit 1998 gibt es einen großen Erweiterungsbau.

13. Krankenhaus mit Park. In dem großen Park zwischen Amtsgericht und Krankenhaus (alte Turnwiese) steht das moderne Mahnmal der Heimatvertriebenen. Die fünf Säulen stehen für Schlesien, Pommern, Ostpreußen, Westpreußen und Sudetenland. Rechterhand befindet sich das Krankenhaus, dessen alter Teil 1914 erbaut wurde, um das bis dahin einzige Krankenhaus - das Spital (Nr. 17) - als Krankenpflegeanstalt abzulösen. Der erste Weltkrieg machte es jedoch notwendig, den Neubau zunächst als Kaserne zu verwenden und erst nach dem Krieg konnte das Haus für seine ursprüngliche Bestimmung fertiggestellt und genutzt werden. 1998 kam ein moderner Neubau mit zusätzlichen 60 Betten hinzu. Vor dem Eingang finden Sie Stelen - bitte interpretieren Sie diese selbst.

14. Platz vor dem Gesundheitsamt. Der Stein vor dem Gesundheitsamt ist eine Säule aus der Reihe „Kunst am Bau“. Dargestellt ist ein Lebensbaum, der die Aufgaben dieses Amtes zeigen will, nämlich Gesundheit und Umwelt. An der Südseite des Gebäudes ist eine Tafel angebracht, mit dem Hinweis auf das an dieser Stelle befindliche ehemalige Fürstbischöfliche Schloß. Dieses wurde Ende April 1945 beim Einzug französcher Truppen beschossen und ist daraufhin abgebrannt.

15. Marktbrunnen. Der inmitten der Fußgängerzone gelegene „Marktbrunnen“ erinnert an die alte Markttradition, die 1429 mit der Erhebung des Ortes zum Markt durch Kaiser Sigismund begründet wurde. Der Höhepunkt war im 19. Jhdt., als die Abhaltung riesiger international bekannter Viehmärkte zahlreiche Besucher anlockte. Neben dem Brunnen stand außerdem der Pranger, an dem nach der Verurteilung weniger bedeutsame Verbrecher öffentlich „ausgestellt“ und mit einem Halseisen befestigt wurden. Das Wasser des Brunnens ist übrigens von ausgezeichneter Qualität und trinkbar. Sie befinden sich nun mitten in der attraktiven Fußgängerzone. An verschiedenen Standorten finden Sie als Leitsystem große Grafiken mit Grundrißplänen des Innenstadtbereiches. Sie sollen Ihnen helfen, sich in der Stadt leichter zurechtzufinden.

16. „Althaus-Lärchen“ am „Johann -Althaus-Platz“. Dies Lärchen am Ende der Fußgängerzone wurden von Johann Althaus selbst gepflanzt. Heute sind sie ein Naturdenkmal. Althaus (1798 -1876) bewohnte ein Haus bei den Lärchen, das 1998 einem Neubau weichen mußte. Er stammte aus dem Emmental in der Schweiz und brachte den ersten Emmentaler ins Allgäu. Kurz vor dem „Johann-Althaus-Platz biegt rechts ein kleiner Fußweg ein, der  Leprosenweg. Im Norden Sonthofens, im sogenannten Leprosenhaus (Nr. 20) wohnten einst Aussätzige und von anderen ansteckenden Krankheiten Befallene. Sie mußten einen eigenen Weg, den Leprosenweg, benutzen, um zur Kirche zu kommen und konnten dann nur in der „Siechenzelle“ dem Gottesdienst beiwohnen.

17. Spital. Ende des 15. Jahrhunderts gründeten Domherr Dr Conrad Wenger und der Fürstbischof von Augsburg die Spitalstiftung, zu der bis heute ein stiftungseigenes Altersheim gehört. Die heutige Spitalkirche, ursprünglich 1499 erbaut, wurde gemeinsam mit dem damaligen Altersheim 1945 ein Opfer der Luftangriffe. Es wurde im Urzustand wieder aufgebaut. Die Stiftertafel von 1497 im Inneren der Kirche über der Türe stellt die älteste Renaissanceschrift in Bayern dar. Bis 1920 diente das Spital gleichzeitig als Krankenhaus des Ortes.

18. Täufer-Johannis-Kirche. Die bis in die Reformationszeit zurückreichende evangelisch-lutherische Glaubensgemeinschaft in Sonthofen wurde 1923 zur selbständigen Pfarrei. 1911/12 bereits wurde durch den Bau dieser Kirche der Grundstein dazu gelegt. Zur Tageszeit ist der Osteingang neben dem Pfarrgemeindehaus geöffnet.

19. Gedenkstein Hochgericht. Noch heute erinnert ein Gedenkstein in der Nordstraße an den bis 1817 dort existierenden Galgen des Hochgerichtes Sonthofen. Mit der Erhebung zum Markt 1429 war dem Ort durch Kaiser Sigismund gleichzeitig die Gerichtsbarkeit - der „Blutbann“ - übertragen worden,, was das Recht mit sich brachte, über Leib und Leben zu richten. Der Reichsvogt, gleichzeitig Vorsitzender des Blutgerichtes, war somit berechtigt, über die vier todeswürdigen Verbrechen - Mord, Raub, Notzucht, Brandstiftung - abzuurteilen. Die letzte Hinrichtung - allerdings nicht an dieser Stelle - fand in Sonthofen ca. 1944 statt.

20. Leprosenhaus. Nicht weit entfernt vom ehemaligen Hochgerichtsplatz steht das sich heute in Privatbesitz befindliche ehemalige „Leprosenhaus“ .  Es wurde 1584 durch den Bischof von Augsburg für anfangs 10 Aussätzige erbaut . Nach Auflassung der Stiftung im 18. Jhdt. wurde das Haus später als Armenhaus verwendet und schließlich 1916 durch die Marktgemeinde Sonthofen verkauft. Vom Leprosenhaus führte damals der noch teilweise erhaltene Leprosenweg bis zur Pfarrkirche St. Michael, wo die Aussätzigen im „Leprosenkobel“ am Gottesdienst teilnehmen durften. Um auf dem Weg dorthin rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen, mußten sie „Rätschen“ mit sich führen und „Gesunde“ damit  warnen sich zu nähern.

21. Sühnekreuz in der Grüntenstraße. Direkt gegenüber dem Leprosenhaus berichtet ein steinernes Sühnekreuz noch heute von  einem im 14. - 16. Jhdt. bestehendes Recht, einen Totschlag durch Übereinkunft mit den Angehörigen des Toten und verschiedene Sühnehandlungen wiedergutzumachen. Oft mußten dazu u.a. solche Kreuze errichtet werden, wobei der tatsächliche Ursprung genau dieses Kreuzes bis heute nicht nachweisbar ist.

22. Friedhofskapelle. Bei Verlegung des alten Friedhofes bei der Pfarrkirche St. Michael zum heutigen Gelände wurde 1583 auch eine dem Hl. Sebastian und der Hl. Afra geweihten Friedhofskapelle errichtet. Wenig später mußten dort bereits die Opfer der Pest bestattet werden, wobei in den schlimmen Pestjahren ab 1629 durch das Massensterben nicht einmal mehr Totenbucheintragungen möglich waren. Nach einer  Stiftung wurde die Kapelle 1827 neu gebaut und schließlich Ende der 50ger Jahre renoviert. Wer die Kapelle besucht, sollte auch nicht an dem kleinen Grabdenkmalmuseum im Mittelgang zwischen dem alten und neuen Teil des Friedhofes vorbeigehen, das sehenswerte Grabdenkmäler aus verschiedenen Epochen zeigt

Parken: Marktanger-Tiefgarage

Erreichbarkeit über öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhof Sonthofen, mit dem Bus zum Oberallgäuer Platz

Sonthofen

Unsere Highlights

  • Rundweg
  • mit Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
Eigenschaften
Wandern Einsteiger 2 Std. 5,2 km 40 hm

Mitarbeiter der Tourist-Info

"Trotz der kurzen Geschichte Sonthofen als Stadt stoßen Sie hier auf viele Sehenswürdigkeiten"

Karte

Die abgebildeten Touren dienen lediglich der Orientierung.

Höhenprofil:
Parkplatz

So gelangen Sie am besten zum Ausgangspunkt Ihrer Tour:

Mühlenweg 5
87527 Sonthofen

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