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Jeder Ort, jede Stadt hat ihre eigenen Geschichten, mal interessant, dann Kurios oder einfach zum Schmunzeln…
Blaichach | GunzesriedWer von Weinbergschnecken spricht, denkt an Frankreich, an französische Gourmetküche. Helix Pomatia (Lat.), die Weinbergschnecke kam und kommt auch in unseren Breiten zahlreich vor. Diese Tatsache war für die Kinder und Jugendlichen bis Mitte des vorigen Jahrhunderts nicht nur recht, sondern buchstäblich lebenserhaltend. Bis zum zweiten Weltkrieg sammelten die Kinder der Bauern Schnecken, um den eigenen Teller nahrhafter zu gestalten bzw. sie für ein paar Kreuzer zu verkaufen. Burgberg | Agathazell „Datte“ heißt der Ortsteil im einheimischen Dialekt und erinnert damit nur wenig an die Namensgeberin, die Heilige Agathe. Ihren Namenstag, den 05.02. begehen die Agathazeller in der kleinen Kapelle mit einem Gedenkgottesdienst und dem Agathabrot. Sie lassen Brot oder Brötchen weihen, um es anschließend für die nächsten 365 Tage gegen allerlei gesundheitliche Störungen oder zum Schutz des Viehbestandes einzusetzen. Manche sagen, das Agathabrot helfe sogar gegen Heimweh... Sonthofen Dunkle Gänge, in Stein gehauene Nischen durchziehen die Unterwelt Sonthofens…Sonthofen geht seiner jüngsten Geschichte auf den Grund, erhellt ein dunkles Kapitel der nationalsozialistischen Ordensburg oberhalb der Stadt. Der Berg, auf dem die nach dem Widerstandskämpfer Generaloberst Ludwig Beck benannte Burg steht, ist von einem Labyrinth aus Gängen und Schächten durchzogen. Städtische Führungen durch den unterirdischen Bereich bringen Licht ins Dunkel der Geschichte. Immenstadt Das Städtle ist stolze Eigentümerin von 36 Alpen in den Alpen… Alp- und Viehwirtschaft liegt meist in den Händen von Landwirten. Immenstadt nimmt eine Sonderstellung ein, die aus ihrer Geschichte bis ins Heute reicht. Die älteste Stadt im Oberallgäu und Wiege der Allgäuer Milchwirtschaft verfügt über 36 alpwirtschaftliche Betriebe südlich und nördlich oberhalb der Stadt. Damit entscheidet die Kommune bis heute über die Verpachtung und Vergabe von Weiderechten und ist indirekt für Alpauftrieb und Viehscheid mit verantwortlich. Deshalb kann man dort bis heute den einzigen städtischen Viehscheid Deutschlands miterleben. Rettenberg | KranzeggWo Bauern zum Melken auf die Alp gehen, da lebt das Milchvieh in der Sommerfrische… Im Rettenberger Ortsteil Kranzegg sind die Stallungen im Sommer leer. Das gesamte Vieh wird in die Sommerfrische auf die Alpweiden gebracht. Sechs Milchvieh- und drei Jungviehherden verbringen rund 100 Tage auf der Alp. Eine echte Besonderheit in einer Gegend, wo überwiegend Jungvieh zur Pflege der Kulturlandschaft eingesetzt wird |








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